Sonntag, 7. April 2013

Blütenwanderung

Ich weiss nicht, was mit Petrus los ist...Tag für Tag schickt er uns dieses langweilige Novembergrau, und das im April. Die Walliser scheinen eine bessere Beziehung zu ihm zu haben...auch gestern gab es für uns nur die Flucht durch den Lötschbergtunnel...völlig geblendet von so viel Licht, fuhren wir bis Turtmann. Hier starteten wir unsere Blumenwanderung.

Bis zur Kastlerenkapelle ist der Weg unanstrengend und man hat genügend Muse, die vielen, vielen Blümchen die jetzt blühen zu bestaunen...Adonisröschen, Berganemonen, Lichtblumen, Leberblümchen, Schlüsselblumen, Lerchensporn in Hülle und Fülle. Einziger Wehmutstropfen, der herauf dringende Lärm der stark befahrenen Strasse im Tal unten.

Nach der Kapelle geht es im Zick Zack den Wald hinauf, dessen Boden reich bedeckt ist mit Leberblümchen. Was für eine Pracht! Der Strassenlärm ist ab hier kein Thema mehr.Uns fällt auf, dass sehr viele Bäume angeknabbert sind....das müssen Frassspuren von hungrigen Hirschen sein...der Winter war für sie sicher lang und hart. Erhitzt vom Aufstieg erreichen wir Unterems, das wunderschön auf einer Anhöhe liegt...die Matten im und ums Dorf sind voller Lichtblumen...herrlich!

Nun geht es wieder in den Wald und was für ein schöner! Auch hier blüht es ganz wunderbar. Sogar weisse Krokusse...hab ich noch nie in einem Wald gesehen...also der Wald ist natürlich licht und hell und nicht finster ;-) Unsere Mägen knurren und wir schauen uns langsam nach einem Rastplatz um. Auf einer Wiese unter einem Baum, der von vielen Lichtblumen "geschmückt" wird, werden wir fündig.

Über zwei Stunden geniessen wir diesen paradiesischen Ort...ich zwischen den Blumen rumkriechend, mein Begleiter schlafend in der warmen Sonne...Schwer fällt es einem, sich von so einem Ort zu lösen...weiter gehts, entlang der Turtmänna, die noch kein Schmelzwasser führt, durch einen Wald voller Leberblümchen.

Das letzte Wegstück führt durch Rebberge und Wiesen mit weiteren Adonisröschen. Auf einer Bank oberhalb von Turtmann bleiben wir nochmals eine Weile sitzen, geniessen den Ausblick und lassen uns von der Sonne bescheinen. Wiedermal ein perfekter Tag für uns!





























































Donnerstag, 4. April 2013

Start in die Wandersaison 2013

Das Osterwetter war, freundlich ausgedrückt, eine Zumutung...der Frühling will einfach nicht so richtig in die Gänge kommen. Einmal mehr blieb uns nur die Flucht ins sonnige Wallis. Vielleicht müssen wir uns langsam überlegen, ob wir dort nicht eine Basis anlegen sollten  ;-)
Wir wollten endlich wieder richtig wandern und das nicht im Schnee.

Start morgens um 10h in Gampel-Steg, aufwärts Richtung Jeizinen. Nach dem wir die ersten Höhenmeter geschafft haben, nehmen wir bei der Abzweigung den Weg nach Bratsch. Wunderschön ist es von da oben, wir wandern voller Euphorie auf diesem "gäbigen" Weg. Bratsch ist ein reizendes kleines typisches Walliser Dörfchen.

Auf den Wiesen vor Erschmatt blühen Berganemonen. Zahlreich auch überall das Fingerkraut. Ansonsten ist die Vegetation noch recht bescheiden. Da wir heute in Begleitung wandern, verzichte ich auf intensives Blümchen knipsen ;-)

Wir durchschreiten Erschmatt, auch ein hübsches Dorf! Es geht wieder aufwärts. Wir entdecken eine "Smaragd-Eidechse", die ein ausgiebiges Sonnenbad geniesst und sich sogar fotografieren lässt.

Wir haben Hunger...den passenden Rastplatz zu finden gestaltet sich etwas schwierig, da ein lästiger kalter Wind bläst. Nach der Rast sind wir müder als vor der Rast ;-) Das macht den weiteren Aufstieg nach Engersch etwas anstrengend, wir sind halt ziemlich aus der Übung.

Nun stossen wir doch auf das Einte oder Andere Schneefeld, das durchquert werden muss. Wir scheuchen  zwei Gämsen auf, die deutlich lockerer als wir durch die Gegend hüpfen ;-)

Kurz vor Jeizinen kommt reger "Wanderverkehr" auf. Jeinzinen selber wirkt aber wie ausgestorben, die Wintersaison ist ein Tag vorher zu Ende gegangen. Wir entdecken die ersten Krokusse!

Nun geht es nur noch abwärts. In den waldigen Abschnitten hat es zum Teil noch recht viel Schnee und es ist rutschig-matschig. Nach dem dieser etwas heikle Abschnitt überwunden ist, ist der Weg nach Gampel einfach.

Müde, aber glücklich gelangen wir ans Ziel. Der Auftakt zur Wandersaison ist geglückt. :o)