Dienstag, 8. April 2014

Kirschblütenwanderung

Inspiriert durch http://imagesenballade.blogspot.ch/2014/04/cest-le-printemps-arisdorf.html (merci Claude!) machten wir uns am vergangenen Sonntag auf in Richtung Arisdorf.

Das Wetter war immer noch trübe, viel trüber als gehofft. Als wir oberhalb von Arisdorf unser Auto parkierten, fielen gerade die letzten Regentropfen. Doch es zeigten sich scheue Aufhellungen, wir wollten es also wagen. Frohgemut zockelten wir durch die üppig erblühte Landschaft.Kirschbäume, Löwenzahn- und Wiesenschaumkrautwiesen in Hülle und Fülle. Auf diesem Hügelzug über Olsberg hatten wir einen wunderbaren Rundumblick.Nur der Himmel machte weiter auf Grau.

Aber auch so kamen die Frühlingsfarben schön zur Geltung. Vorallem im Wald, den wir nun erreichten, begeisterte uns das frische Frühlingsgrün. Leicht absteigend näherten wir uns dem Stift Olsberg. Dort beobachteten wir amüsiert, wie zwei Border Collies eine kleine Schafherde von A nach B dirigierten...sie beherrschten ihre Arbeit perfekt.

Weiter gings, wieder aufwärts, durch Kirschbaumplantagen und wieder rein in einen Wald. Durch diesen wanderten wir nun eine geraume Zeit. Langweilig wurde uns dabei nicht...Wald im Frühling ist einfach herrlich! All diese verschiedenen Grüntöne, das aufgeregte Jubilieren der zahlreichen Vögel, der intensive Geruch nach Bärlauch...weit und breit kein Mensch...insgeheim hofften wir auf eine Begegnung mit Wildschweinen...aber die hatten an diesem Sonntagmorgen wohl was besseres vor ;-)

Nach gut zwei Stunden erreichten wir Magden. Ein hübsches Dorf, beschaulich und still...bis zu dem Moment wo sich die beiden Kirchen mit lautem Gebimmel ein Wettläuten "lieferten" ;-)
Nach einigem Hin und Her fanden wir die richtige Abzweigung und verliessen das Dorf und genossen die Abgeschiedenheit auf dem Land.

Es ging wieder aufwärts. Ähnlich wie im Emmental geht es in dieser Region stets etwas rauf oder runter. Wir kamen tatsächlich ins Schwitzen ;-) Und wieder in einen Wald hinein, der Boden übersät mit Bärlauch. Langsam knurrten unsere Mägen. Aber das Wetter war weiterhin etwas trüb und wir fanden keinen passenden Rastplatz. Wir erklommen den Halmet und schon bald sahen wir unseren Ausgangspunkt. Wieder hiess es absteigen.


Kurz vor Olsberg fanden wir endlich eine ansprechende Sitzgelegenheit und ausgehungert machten wir uns über unser Essen her. Wegen mangelnder Sonne fielen Schläfchen und Fotosession aus. Weiter gings durchs Dörfchen Olsberg und den letzten Hügel wieder hoch zu unserem Auto. Viereinhalb Stunden waren wir gewandert und die Sonne hatte es nicht geschafft, sich durch zu setzen.

Zähneknirschend und murrend stieg ich ins Auto, SO war das nicht geplant gewesen. Wir beschlossen, noch etwas durch die hübschen Dörfchen zu kurven und abzuwarten, ob Petrus nicht doch noch ein Einsehen mit uns hatte.

Und tatsächlich, nach einer Weile rissen die Wolken schlagartig auf und machten sich vom "Acker". Flugs hielten wir wieder in Olsberg. Mein Mann suchte sich ein lauschiges Plätzchen und kam so doch noch zu seinem geliebten Nickerchen....und ich...zu ein paar "Heile-Welt-Frühlings-Bildern" :o)































Mittwoch, 2. April 2014

Dr Aare naa...

( für Nicht-Schweizer = "entlang der Aare") :o)

Inspiriert von Stiller Has

http://www.golyr.de/stiller-has/songtext-aare-531450.html

nahmen wir vergangenen Samstag ein weiteres Teilstück unseres "Hausflusses" Aare unter die Wanderschuhe.

Siehe auch:
http://gelegenheitsknipserin.ch/152.html

Wir starteten wiederum im schönen Dorf Büren a. Aare.
Diesmal gings in die Gegenrichtung. Der Frühling ist in vollem Gange, überall blühte es und in der Tierwelt herrschte emsiges Treiben. So nahe an einem Fluss hat man die Möglichkeit, viele verschiedene Vögel zu beobachten. Wir genossen das einfache Wandern ohne grosse Anstrengungen. Die Aare schlängelt sich  in sanften Bögen durch die Region. Es liess sich aber nicht übersehen, dass sie von Menschenhand in ihre Schranken verwiesen worden ist. Überhaupt sind überall Eingriffe und Übergriffe des Menschen in die Natur zu beobachten. Das störte mich gewaltig. Ich versuchte diese Zivilisationszeichen so gut wie möglich auszublenden und mich nur auf die Natur zu konzentrieren.Was sich als schwierig erwies, denn je näher wir Grenchen mit seinem Flugplatz kamen, um so störender wurde der ununterbrochene Fluglärm der Hobbypiloten über unseren Köpfen.
Gegen Mittag erreichten wir Altreu, bekannt für seine Storchensiedlung. Es bereitete uns viel Freude, die Störche bei ihrem Tun zu beobachten. Ihr "Geklapper" störte uns überhaupt nicht. Nach einer sehr langen Mittagspause wanderten wir noch eine Runde weiter, bis wir das Dorf Lüsslingen erreichten. Gerade als wir die Bushaltestelle entdeckten fuhr auch schon der Bus heran. Wir rannten die letzten paar Meter, ich drückte den Türöffnerknopf...und....der "freundliche" Buschauffeur fuhr ohne uns davon......grrrrrrr...die eine Stunde Wartezeit bis zum nächsten Bus verbrachten wir dann auf einer Treppe sitzend mitten im Dorf...wir liesen uns von der lieblichen Frühlingssonne bescheinen und beobachteten erstaunt das rege Treiben in diesem kleinen "Kaff" ;-)