Dienstag, 13. Mai 2014

Bergfrühling im Wallis

Vergangenen Samstag "stromerten" wir im Wallis herum. Die Wetterkapriolen machten für einmal auch nicht halt vor diesem sonst so Sonnen verwöhnten und Wetter sicheren Kanton ;-)

Bei noch sehr angenehmen Bedingungen kamen wir im kleinen Dörfchen Grengiols an. Wir begingen den sehr gut ausgeschilderten Weg zu den Grengioler Tulpen, siehe unter:
 http://www.grengiols.ch/de/tourismus/tulpendorf

So bald man das schmucke, typische Walliser Dörfchen verlassen hat, führt der Weg durch idyllische Wiesen, die im Moment sehr üppig und Arten reich blühen. Eine wahre Pracht und Freude! Ich konnte mich kaum satt sehen an dieser Vielfalt und schon nach wenigen Minuten hatte ich den Anschluss zu meinem Wanderführer verloren ;-)

Nach einem leichten Aufstieg ging es in eine Art kleine Schlucht und dann wieder hoch auf die Weiden, bis man schon bald zu den Tulpenäcker gelangte. Dort standen sie also, die seltenen Tulpen, die Blütezeit hat gerade begonnen. Hübsch sind sie, keine Frage, aber ich muss sagen, die bunten, vielfältigen Wiesen ringsum haben mich mehr begeistert!

Nach einer ausgiebigen Fotosession zockelte ich weiter, ins Dorf zurück, "unterhielt " mich prächtig mit ein paar freundlichen Miezen und erreichte bald wieder unser Auto inklusive wartenden Fahrer ;-)

Eigentlich war vorgesehen gewesen, eine kleine Wanderung in der Umgebung zu machen. Aber bereits zogen sich dunkle Wolken zusammen und so liessen wir es bleiben.

Wir hatten aber noch nicht genug....so fuhren wir in die Richtung, wo wir noch am meisten Sonnenschein erhofften und landeten, einmal mehr, im schönen Lötschental.

Ab der Fafleralp wanderten wir los, Richtung Guggistaffel. Auf einem kleinen Holzsteg trafen wir auf eine hübsche Ringelnatter, die sich sonnte, aber leider von unserem Besuch nicht viel hielt und schnell von dannen schlängelte.

Deutlich interessierter zeigte sich der Kuckuck, den ich mit meinen "getürkten" Rufen anlocken konnte. Ich habe schon als Kind gelernt, den Ruf des Kuckuck perfekt nach zu ahmen und jedes Mal wenn ich einen Kuckuck in der Nähe weiss, mache ich mir eine Spass daraus, ihn anzulocken. Es funktioniert fast in jedem Fall!

Der Bergfrühling hat auch im Lötschental Einzug gehalten und ich erfreut mich an all den verschiedenen Schönheiten! Schwefelanemonen, Pelzanemonen, Flühblümchen, Krokusse, blauer Enzian, Stiefmütterchen, Soldanellen und wie sie alle heissen...

Ein Blick zum Himmel verhiess nichts Gutes. Von allen Seiten zogen Wolken auf. Wir beschlossen, sofort Mittagspause zu machen, so lange wir noch ein bisschen an der Sonne sitzen konnten. Gesagt, getan!

Als wir fertig gegessen hatten, war das Himmelsblau endgültig verschwunden. Da aber keine Gewittermeldungen anstanden und es auch nicht aussah, als würde es gleich regnen wollen, entschlossen wir uns, noch etwas weiter zu gehen.

Kein Lüftchen regte sich und es war einmalig still als wir den Guggisee erreichten. Mein Mann warf sich ermattet ans Ufer und war Nullkommanichts eingedöst :-) Ich robbte derweil in den feuchten Wiesen rum und schaute mir den Bergfrühling ganz genau an.

Nach einer Weile stieg ich bereits wieder ein paar Meter ab. Ich wollte mich noch einem Hang voller Pelzanemonen und einer Felswand voller Flühblümchen widmen. Bald fielen nun aber doch die ersten Regentropfen und mein Mann erschien im Eilschritt auf der Bildfläche. So hiess es auch für mich Zusammenpacken!

Wir hatten Glück, wir kamen trocken bis zum Auto. Kaum sassen wir drin, öffneten sich die Schleusen und zum ersten Mal erlebten wir das Lötschental im Regen!












































Donnerstag, 8. Mai 2014

Mai-Impressionen

Der Wonnemonat Mai zeigte sich bis jetzt kaum von seiner lieblichsten Seite. Es ist eher so, dass der April immer noch sein Zepter schwingt. Und er tut dies so schnell und launisch, dass ich die grösste Mühe habe, ein vernünftiges Bild auf den Chip zu bekommen. Noch nie bin ich so "unerfolgreich" von meinen Fototouren zurück gekommen, wie in den letzten paar Wochen! Bis jetzt konnte ich mich eigentlich immer recht gut auf meine "Nase" verlassen, wo ich die besten Lichtsituationen antreffen könnte...nicht in diesen Tagen! Das Wetter veräppelte mich nach Strich und Faden! Auf drei Ausflügen waren die Bedingungen so mies, dass ich ganz ohne Fotos heim gekommen bin, ist das nicht zum heulen?? Es gab aber auch ein, zwei spannende Momente...zum Glück, denn langsam habe ich es satt, mein schweres Equipement für nix und wieder nix irgendwelche "Högger" hoch zu schleppen ;-)